Stabat Mater

Nach Mnemosyne, die als Vorarbeit anzusehen ist, nun Stabat Mater. (work in progress).

Die Konzeption verdichtet, Bilder verdichten sich und lassen vor allem Zeit, Zeit, die auch allgegenwärtig ist in unserer Werkstatt: ein Werk findet statt. In New York und München.

Konzept Bühnenraum

Vertrautes und Unvertrautes. (s. Bruchstück 1: nennt mich medea).

In Zusammenarbeit mit newchamberballet, Schauspieler und Ensemble blauereiter. New York und München.

Bruchstück 1, Komposition Reiko Füting.

Videoentwürfe/ annäherungen für Bühnenprojektion dazu: (ein Beispiel):

Raumdiskussion / Annäherung:

Durchgangsraum, Zeit unerheblich – offener Raum, das Werk findet statt,  Sitzplätze auf „Museumsbänken“.

  • Dauer ca 9h
  • Inhalt: wir gehen davon aus, daß sich die Dinge um uns wiederholen, durch uns, dem Menschen, nur die Zeit schreitet voran und ändert dadurch die Vorgehensweisen. Das Bewußtmachen der Wiederholung ist Kern der Arbeit um das Denken darüber anzustoßen.

Zum Titel: Stabat Mater ist bewußt gewählt und ist schon das erste Bruchstück.

Aufführungen: in New York und in München, wobei wir gerade für München die Biennale denken, da sie der geeignetste Ort ist für solch ein Raum. Es findet statt, während vieles stattfindet. Es ist da, läuft, sagen wir von 13:00 bis 22:00 an ein paar Tagen, oder beginnt als Matinee, etc…, Man geht hinein, geht heraus, will wieder hinein, da man die zwischenzeitliche Veränderung erleben möchte, man bleibt, es ist mal voll, es ist mal leer an Zuschauern.

Die Tänzer, Musiker werden ausgewechselt, alles verändert sich in seiner Langsamkeit und Beinahe – Stille.


Die europäische Musik/ Kompositionstradition sowie die theatralische Praxis arbeitet gerne von einem Anfang über die Mitte auf ein Ende zu. Auch mit einem Subjektivismus der Einfälle, des Empfindens und des Sich-Ausdrückens. (Cage)
Wir sehen unsere Arbeit als einen Ansatz eines „epischen“ Musiktheaters, als ein Ganzes im Ganzen. Dabei auch die möglichen Techniken durchleuchtend in der Darstellungsform. So trennen wir z.B. Text und Bewegung auf in Choreographie/ Ballett einerseits und gelesener Text/ Stimme andererseits. Auch die Musik ist nicht unmittelbar für das Ballett dar. Es geht auch ohne Musik (Tanz) und ohne Tanz (Musik).
Die Videos hingehen zeigen Querverweise, hier in der Tradition des Brechtschen Theaters, der Neherschen Bühne und der Piscatorbühne, weitergedacht.

Der Bühnenraum ist eine sehr wichtige und vielleicht zentrale Arbeit, bzw. zentrales Ergebnis. Gleichwohl ist es ein work in Progress und geht weiter in Bild und Text…

Die Fragen, die der Arbeitsprozess aufwirft, müssen immer wieder neu durchgedacht werden.

 

Ausgangskonzeption-stabatmater, Annäherung

Das Leben ist das eines Märchens, erzählt von einem Idioten !

the sun shone having no alternative on the nothing new !

Textgewebe,  Materialpräparation 1; führt über zu:   1. Entwurf, Textfassung-Beispiel-Lesepartitur, Ausschnitt

Textgewebe 2, Fuge – Andante, Materialpräparation 2;

Stichworte Materialpräparation inhaltlich

Erste Bildgewebe: Materialpräparation 2; Arbeitsbuch:

das Ausgangsmaterial, gedanklich, bildgebend, für die gesamte Arbeit. (das Bildmaterial wird in einer losen Blattsammlung zeichnerisch überarbeitet und editiert.

Buch 1 , Iterationen, gleiche Verbrechen, gleiche Menschen, andere Zeit; (1. Durchgang: the sun shone, having no alternative, on the nothing new)

Buch 2, Wiederholungen in der Zeit; Mutter und Kind (1. Durchgang Stabat Mater)